Häufige Fragen (FAQ)
Klare Antworten auf die Fragen, die uns Kundinnen und Kunden am häufigsten stellen – zu Idorin, zum EU AI Act und dazu, wie wir arbeiten.
Zur Einordnung: Die folgenden Antworten sind eine praktische Orientierung, keine Rechtsberatung. Idorin erbringt keine Rechtsdienstleistungen.
Über Idorin
Was ist Idorin und was bietet Idorin an?
Idorin ist eine spezialisierte Boutique-Beratung für AI-, Cloud- und Software-Regulatorik – von AI Governance über Produkt-Compliance bis zu Cloud-Computing-Themen (SaaS, IaaS, PaaS). Wir helfen Unternehmen, regulatorische Anforderungen rund um ihre Software-, Cloud- und KI-Produkte früh, strukturiert und umsetzbar anzugehen – von der Konzeptphase bis zum Markteintritt.
Unsere Leistungen umfassen u. a.:
Produkt- & Prozesschecks – regulatorische Prüfung Ihrer KI-, Cloud- und Softwareprodukte von der Konzeptphase bis zum Markteintritt (EU AI Act, Cyber Resilience Act, Data Act, Open-Source-Lizenzen).
Governance & Strukturen – AI-Governance-Framework, Policies, klare Rollen, Freigabe- und Review-Prozesse sowie ein sauberer Umgang mit eingesetzten Third-Party-AI-Tools.
Dokumente & Templates – AI-Act-Dokumentation und praxistaugliche Vorlagen, die Ihr Team tatsächlich nutzt.
Dazu kommen Trainings und Workshops – von AI-Act-Schulungen für Produktteams bis zu AI-Awareness-Formaten, inklusive kindgerechter AI Awareness für Schulen.
Für wen arbeitet Idorin?
Für Tech-Startups, die skalieren wollen, für KMU, die digitale Produkte entwickeln oder einkaufen, und für Produktteams, die Klarheit brauchen. Gemeinsam ist diesen Kunden: Sie wollen Regulatorik nicht als Bremse, sondern als planbaren Teil der Entwicklung behandeln – ohne dafür eine eigene Inhouse-Funktion aufzubauen.
Typische Ansprechpartner sind Geschäftsführung, Produkt- und Tech-Leads, Legal- und Compliance-Verantwortliche sowie Gründer:innen in KMU, Start-ups und Scale-ups. Besonders relevant sind wir für Teams, die KI- oder Cloud-Funktionen in ihre Produkte einbauen, generative KI und Third-Party-Tools einsetzen oder ein KI- oder Softwareprodukt auf den EU-Markt bringen wollen. Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen (B2B) und deckt regulatorisch Österreich sowie weitere Länder nach Anfrage ab.
Was unterscheidet Idorin von einer klassischen Beratung oder Kanzlei?
Wir sitzen an der Schnittstelle zwischen Tech, Legal und Organisation und sprechen alle drei Sprachen. Statt langer Gutachten liefern wir Ergebnisse, mit denen Ihr Team am nächsten Tag arbeiten kann: Checks, Templates, Playbooks, Strukturen. Der Zuschnitt ist bewusst auf KMU-Realität gemacht – internationale Praxis, aber übersetzt auf die Ressourcen und Zeitrahmen kleinerer Teams.
Erbringt Idorin Rechtsberatung?
Nein. Idorin berät zu AI Governance und regulatorischer Compliance, erbringt aber keine Rechtsdienstleistungen und gibt keine verbindlichen rechtlichen Einschätzungen ab. Wir machen komplexe regulatorische Themen praktisch handhabbar – und ziehen dort eine klare Linie, wo eine anwaltliche Bewertung gefragt ist. Wenn Sie beides brauchen, arbeiten wir mit Ihrer rechtlichen Vertretung Hand in Hand.
Wer steht hinter Idorin?
Idorin wurde von Mag. Izabella Dan-Rottensteiner, LL.M. gegründet – Juristin mit Schwerpunkt IT- und IP-Recht und über zehn Jahren Erfahrung an der Schnittstelle von Recht, Technologie und Produkt, zuletzt als Head of Legal (IT/IP/Products) einer global tätigen Beratungsgruppe. Ihre Schwerpunkte sind künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Open Source und IP-Schutz.
Sie hält einen LL.M. in Informations- und Medienrecht (IT-Law) der Universität Wien und absolvierte mehrere Executive-Programme am Berkeley Law AI Institute (USA) zu KI-Recht und generativer KI. 2026 schloss sie den Lehrgang „Certified AI Competence Expert – Recht“ (Manz Rechtsakademie / Sigmund Freud Privatuniversität) ab. Als Head of IT/IP/Products verantwortete sie über zehn Jahre die gruppenweite rechtliche Betreuung für Technologie und geistiges Eigentum bei BearingPoint – von KI-Governance und Produkt-Compliance über SaaS-, Softwarelizenz- und Managed-Services-Verträge bis zur globalen IP-Strategie. Sie ist Co-Autorin des „Handbuch Digitalisierung“ (Linde Verlag) zu Machine Learning und Immaterialgüterrecht und referiert international zu KI und IP-Themen.
EU AI Act – was Sie wissen müssen
Die folgenden Antworten sind eine praktische Einordnung, keine Rechtsberatung.
Was ist der EU AI Act?
Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist der erste umfassende Rechtsrahmen der EU für künstliche Intelligenz. Er reguliert KI nicht pauschal, sondern nach Risiko: Je höher das Risiko einer Anwendung für Menschen und Grundrechte, desto strenger die Pflichten. Er ist seit 1. August 2024 in Kraft und gilt gestaffelt über mehrere Jahre.
Warum das wichtig ist: Der AI Act ist der weltweit erste umfassende, horizontale KI-Rechtsrahmen und wirkt als EU-Verordnung unmittelbar in allen Mitgliedstaaten – auch in Österreich, ohne eigenes Umsetzungsgesetz. Er entfaltet Wirkung über die EU hinaus: Wer KI-Systeme auf den EU-Markt bringt oder deren Ergebnisse in der EU nutzt, fällt in den Anwendungsbereich, unabhängig vom Firmensitz.
Betrifft der AI Act mein Unternehmen überhaupt?
Sehr wahrscheinlich – wenn Sie KI-Systeme entwickeln, in Produkte einbauen, vertreiben oder im Unternehmen einsetzen. Der AI Act knüpft nicht daran an, ob Sie ein „KI-Unternehmen“ sind, sondern an Ihre Rolle und die konkrete Anwendung. Auch wer nur zugekaufte KI nutzt, kann in der Rolle des Betreibers Pflichten haben. Ob und in welchem Umfang Sie betroffen sind, lässt sich in einem gezielten Check klären.
Wie funktioniert der risikobasierte Ansatz?
Der AI Act teilt Anwendungen in Stufen ein: verbotene Praktiken (z. B. bestimmte Formen von Social Scoring), Hochrisiko-Systeme (etwa in Bereichen wie Beschäftigung, kritische Infrastruktur oder Zugang zu wesentlichen Diensten), Systeme mit Transparenzpflichten (z. B. Kennzeichnung KI-generierter Inhalte oder von Chatbots) und Anwendungen mit minimalem Risiko. Der Großteil der Pflichten – und der Aufwand – konzentriert sich auf die Hochrisiko-Kategorie. Die Einstufung ist der erste und oft entscheidende Schritt.
In der Praxis prüfen wir dabei immer in dieser Reihenfolge: zuerst der konkrete Use Case und das Ziel des KI-Systems – wofür wird es eingesetzt, mit welchem Zweck und in welchem Kontext. Erst daraus lässt sich das Risiko sauber einschätzen und bestimmen, welche Rolle (Anbieter oder Betreiber) Sie einnehmen und welche Pflichten daraus folgen. Ohne geklärten Use Case ist jede Risikoeinstufung Rätselraten.
Was ist der Unterschied zwischen Anbieter und Betreiber – und warum ist das für mich wichtig?
Der AI Act unterscheidet Rollen, und daran hängen unterschiedliche Pflichten. Vereinfacht: Anbieter entwickeln ein KI-System oder lassen es unter eigenem Namen entwickeln und auf den Markt bringen; Betreiber setzen ein KI-System eigenverantwortlich ein. Die meisten und schwersten Pflichten treffen Anbieter. Wichtig – und häufig übersehen: Man kann durch eigenes Handeln vom Betreiber zum Anbieter werden, etwa wenn man ein zugekauftes System wesentlich verändert oder unter eigenem Namen weitergibt. Genau diese Rollenfrage klären wir früh, weil sie den gesamten Pflichtenumfang bestimmt.
Ab wann gilt der AI Act?
Gestaffelt. Verbotene Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz („AI Literacy“) gelten bereits seit Februar 2025, die Pflichten für General-Purpose-AI seit August 2025. Über den sogenannten Digital Omnibus wurden 2026 mehrere Fristen für Hochrisiko-Systeme nach hinten verschoben – nach dem im Juni 2026 vom Europäischen Parlament angenommenen Stand auf 2. Dezember 2027 für eigenständige Hochrisiko-Systeme und 2. August 2028 für in regulierte Produkte eingebettete Systeme. Ein Teil dieser Änderungen stand Mitte 2026 noch unter formaler Annahme; den jeweils aktuellen Stand prüfen wir im Einzelfall.
Wir nutzen nur zugekaufte KI-Tools wie ChatGPT – sind wir damit raus?
Nein, nicht automatisch. Auch als reiner Nutzer können Sie in der Rolle des Betreibers stehen und Pflichten haben, etwa zu Transparenz, menschlicher Aufsicht oder zum verantwortungsvollen Einsatz – abhängig davon, wofür und in welchem Kontext Sie das System einsetzen. Und sobald Sie ein Tool anpassen, weiterverbreiten oder in ein eigenes Produkt integrieren, kann sich Ihre Rolle ändern. Genau hier lohnt ein nüchterner Blick statt einer Bauchentscheidung.
Was passiert bei Verstößen?
Der AI Act sieht empfindliche Bußgelder vor. Für verbotene Praktiken drohen bis zu 35 Mio. EUR oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, welcher Betrag höher ist; für andere Verstöße gelten niedrigere Stufen. Neben dem Bußgeldrisiko geht es aber oft um handfestere Dinge: verzögerter Markteintritt, Fragen von Investoren und Kunden, und Nacharbeit, die früh geplant deutlich günstiger ist als spät nachgezogen.
Was sind GPAI-Pflichten und betrifft uns das?
GPAI steht für General-Purpose AI – Modelle mit breitem Einsatzspektrum (etwa große Sprachmodelle). Für Anbieter solcher Modelle gelten eigene Pflichten, unter anderem zu technischer Dokumentation und Transparenz. Für die meisten KMU ist die relevantere Frage: Was bedeutet der Einsatz eines GPAI-Modells in unserem Produkt für unsere eigene Rolle und unsere Pflichten? Auch das lässt sich strukturiert klären.
Warum sollten wir jetzt handeln, wenn die Hochrisiko-Fristen verschoben wurden?
Weil „verschoben“ nicht „erledigt“ heißt – und weil einige Pflichten längst gelten. Verbotene Praktiken, KI-Kompetenz und Transparenzanforderungen sind bereits scharf. Die verschobenen Fristen verschaffen Vorbereitungszeit, kein Nichtstun: Wer Einstufung, Rollen und Dokumentation früh klärt, baut Compliance in die Produktentwicklung ein, statt sie später teuer nachzurüsten. Regulatorik früh mitzudenken ist fast immer günstiger als sie später zu reparieren.
Konkret am Beispiel Hochrisiko-KI: Wer ein solches System entwickelt, ohne Dokumentation, Risikomanagement und Aufsichtsmechanismen von Anfang an mitzuführen, muss all das später rekonstruieren, sobald die Pflichten greifen. Dokumentation nachträglich für ein bereits fertig entwickeltes System zu erstellen – Datenherkunft, Trainingsentscheidungen, Testnachweise, Logging – ist extrem zeitintensiv, technisch schwierig und teuer, weil sich vieles im Nachhinein nicht mehr sauber nachvollziehen lässt. Früh angelegt kostet dasselbe einen Bruchteil.
Weitere Regulierungen
Was ist der Cyber Resilience Act (CRA) und betrifft er uns?
Der Cyber Resilience Act (Verordnung (EU) 2024/2847) stellt Cybersicherheitsanforderungen an Produkte mit digitalen Elementen – also einen großen Teil vernetzter Software und Hardware. Für Hersteller solcher Produkte bedeutet das Pflichten über den gesamten Lebenszyklus, etwa zu Sicherheitsupdates und zum Umgang mit Schwachstellen. Ein Großteil der Pflichten greift ab 2027, bestimmte Meldepflichten früher; die konkreten Stichtage prüfen wir im Einzelfall. Ob Ihr Produkt in den Anwendungsbereich fällt, klären wir in einem Applicability-Check.
Was hat es mit dem Data Act auf sich?
Der Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854) regelt den Zugang zu und die Nutzung von Daten, die bei vernetzten Produkten und verbundenen Diensten entstehen – wer darauf zugreifen darf, wie Daten geteilt werden und was das für Verträge und Produktdesign heißt. Für Teams, die vernetzte Produkte oder Cloud-Dienste bauen, kann das Architektur und Vertragswerk berühren. Wir helfen einzuordnen, was davon Ihr Produkt tatsächlich betrifft.
Ist der Digital Services Act (DSA) für uns relevant?
Kann sein – je nach Geschäftsmodell. Der Digital Services Act (Verordnung (EU) 2022/2065) regelt Pflichten für Online-Vermittlungsdienste und Plattformen, etwa zum Umgang mit illegalen Inhalten und zu mehr Transparenz. Ob Sie in den Anwendungsbereich fallen, hängt von Art und Größe Ihres Dienstes ab – Hosting-Dienste, Online-Plattformen und sehr große Plattformen tragen abgestufte Pflichten.
Ist NIS2 für uns relevant?
Möglicherweise – abhängig von Sektor und Unternehmensgröße. NIS2 (Richtlinie (EU) 2022/2555) verschärft die Cybersicherheitsanforderungen für „wesentliche“ und „wichtige“ Einrichtungen quer über viele Sektoren und wird über nationale Umsetzungsgesetze wirksam. Betroffene Unternehmen treffen u. a. Pflichten zu Risikomanagement, Meldewegen und Governance.
Was kann bei Cloud- und Softwareprodukten sonst noch anfallen?
Je nach Produkt und Geschäftsmodell können neben AI Act, CRA und Data Act weitere Regelwerke greifen. Häufig relevant z.B.:
DSGVO (Verordnung (EU) 2016/679) – sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden (Datenschutz ist nicht Teil unseres Leistungsumfangs).
DORA (Verordnung (EU) 2022/2554) – digitale Betriebsstabilität im Finanzsektor.
Produkthaftung – die neue Produkthaftungs-Richtlinie (EU) 2024/2853 erfasst ab Ende 2026 auch Software und KI.
Wir setzen Open-Source-Komponenten ein – worauf müssen wir achten?
Open Source ist selten das Problem, unklare Lizenzlage schon. Kritisch wird es, wenn niemand vorab prüft, ob die Lizenzbedingungen der eingesetzten Bibliotheken mit dem eigenen Produkt und Geschäftsmodell zusammenpassen – gerade bei Weitergabe oder Kombination mit proprietärem Code.
Bei Open-Source-KI-Modellen zählt weit mehr als die Lizenz. Sobald eine OSS-KI-Komponente in ein Produkt einfließt, prüfen wir gemeinsam mit dem Produktteam mehrere Punkte: Welche Funktion übernimmt das Modell – und welche Risiken nach dem AI Act entstehen dadurch? Ist die vorhandene Dokumentation ausreichend, um spätere Nachweispflichten zu erfüllen? Sind keine Drittrechte verletzt – etwa durch Lizenzen oder die Herkunft der Trainingsdaten?
Für all diese Fragen schaffen wir eine klare Regelung. Wir bringen Struktur in Ihren Umgang mit Drittkomponenten, damit aus einer bequemen Abkürzung kein späteres Risiko wird.
Produkt- & Prozesscheck – so funktioniert eine Produktprüfung
Was ist ein Produkt- und Prozesscheck?
Ein strukturierter Blick auf Ihr Software- oder KI-Produkt aus regulatorischer Sicht: Was ist zu berücksichtigen, bevor es teuer wird? Wir prüfen, welche Regulierung Ihr Produkt tatsächlich betrifft, wo Risiken und Lücken liegen und was konkret zu tun ist – fachlich, hands-on und in einer Sprache, mit der Ihr Team arbeiten kann.
Mit „Produkt“ meinen wir dabei alles vom Cloud-Computing-Dienst über Softwareprodukte mit digitalen Elementen bis zu SaaS-Anwendungen, Apps, Plattformen oder eingebetteten KI-Funktionen – ob eigenentwickelt oder aus Komponenten zusammengesetzt.
Wir schauen dabei nicht nur auf die Regulierung, sondern auf das, was tatsächlich verbaut ist: Welche Third-Party-Komponenten und Open-Source-Bausteine stecken drin, dürfen sie so genutzt werden wie vorgesehen, und sind die eingesetzten Komponenten rechtlich überhaupt mit Ihrem Geschäftsmodell kompatibel? Genau an dieser Stelle entstehen die teuren Überraschungen, wenn niemand vorher hinsieht.
Wie läuft eine Produktprüfung bei Idorin ab?
In klar getrennten Schritten:
Kick-off & Kontext. Wir verstehen Ihr Produkt, das Geschäftsmodell und den geplanten Markteintritt – und klären, worauf der Check zielt.
Einordnung & Rollen. Wir bestimmen Ihre Rolle (z. B. Anbieter oder Betreiber) und die relevante Regulierung – AI Act, CRA, Data Act, Open-Source-Themen –, je nachdem, was greift. Dabei prüfen wir auch die eingesetzten Third-Party-Komponenten – kommerziell wie Open Source.
Risiko- & Readiness-Analyse. Wir prüfen das Produkt gegen die einschlägigen Anforderungen und identifizieren Risiken, Lücken und offene Punkte.
Ergebnis & Empfehlungen. Sie erhalten eine strukturierte Einschätzung mit priorisierten, konkreten nächsten Schritten – nicht „hier sind 40 Probleme“, sondern „das zuerst, das danach, das ist unkritisch“.
Begleitung (optional). Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung – von der Dokumentation bis zur Verankerung im Prozess.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Check?
So früh wie möglich – idealerweise bevor Architektur- und Produktentscheidungen fallen, die sich später nur teuer korrigieren lassen. Sinnvoll ist ein Check vor dem Markteintritt, vor größeren Releases oder neuen Features, bei Einsatz neuer KI-Komponenten oder wenn neue Regulierung im Raum steht und niemand sicher sagen kann, ob sie Ihr Produkt betrifft.
Was bekomme ich am Ende konkret?
Ein greifbares Ergebnis: eine strukturierte regulatorische Einordnung Ihres Produkts, eine Risiko- und Readiness-Analyse und eine priorisierte Liste konkreter nächster Schritte. Auf Wunsch ergänzt um Templates und Dokumente, die direkt anschlussfähig an Ihre Prozesse sind.
Wie lange dauert so ein Check?
Das hängt von Umfang und Komplexität des Produkts ab. Ein fokussierter Readiness-Check ist deutlich schneller als die Begleitung eines ganzen Produktportfolios. Den realistischen Rahmen legen wir gemeinsam im Erstgespräch fest, damit Sie wissen, woran Sie sind.
Wie viel Aufwand ist das für mein Team?
Überschaubar und planbar. Wir brauchen Zugang zu den relevanten Informationen über Ihr Produkt und ein bis zwei Ansprechpersonen für Rückfragen – den Rest der Analyse übernehmen wir. Ziel ist ausdrücklich, Ihr Team zu entlasten, nicht zu beschäftigen.
Governance & Strukturen
Was heißt „AI Governance“ konkret für ein KMU?
Nicht Bürokratie, sondern Klarheit: Wer darf welche KI wofür einsetzen, wer entscheidet, wer trägt Verantwortung, und wie ist das nachvollziehbar dokumentiert. Gute Governance macht Teams handlungsfähig, statt sie auszubremsen – gerade dann, wenn ein Team wächst und Produkte komplexer werden.
Wir haben schon Policies – warum reicht das oft nicht?
Weil Dokumente nur Wert bringen, wenn sie gelesen und genutzt werden. Viele Policies sind zu allgemein, zu lang oder zu praxisfern, um im Alltag zu helfen. Wir schauen, ob Ihre bestehenden Strukturen zu Ihrer tatsächlichen Arbeitsweise passen – und machen sie anschlussfähig, statt einen weiteren Ordner zu füllen.
Wie helft ihr bei Rollen und Verantwortlichkeiten?
Wir bringen Klarheit in Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege – von der Schnittstelle zwischen Tech und Legal bis zu externen Partnern. Damit Entscheidungen nachvollziehbar werden und Ihr Team weiß, was zu tun ist und wer entscheidet.
Trainings & Workshops
Welche Trainings bietet ihr an?
Von kurzen Awareness-Sessions für Mitarbeitende und Führungskräfte bis zu ganztägigen Hands-on-Formaten für Produkt- und Tech-Teams. Themen sind unter anderem der AI Act, IP-Themen, Cloud Computing und Open Source. Formate gibt es online oder vor Ort, kurz oder tief – je nachdem, was Ihr Team wirklich braucht.
Für wen sind die Trainings gedacht?
Für alle, die mit KI, Software oder den zugehörigen Regeln arbeiten – vom kurzen Onboarding für Mitarbeitende bis zum Deep-Dive für Produktverantwortliche. Unser Anspruch: Ihr Team ist danach nicht nur informiert, sondern handlungsfähig. Verhalten ändert sich nur, wenn Inhalt verstanden wird.
Habt Idorin auch etwas für Schulen?
Ja. Für Bildungseinrichtungen bieten wir kindgerechte AI-Awareness-Schulungen an, die Grundlagen, Chancen und Risiken altersgerecht und spielerisch vermitteln – auf Anfrage.
Das Programm „AI Awareness für Schulen“ vermittelt Kindern und Jugendlichen, wie künstliche Intelligenz funktioniert, wo sie ihnen im Alltag begegnet und wie man sie sicher und kritisch nutzt. Die Schulungen sind nach Altersstufen aufgeteilt, damit die Inhalte kindgerecht ankommen – von einfachen, spielerischen Grundlagen für jüngere Volksschulkinder bis zu Themen wie Deepfakes und verantwortungsvollem Umgang mit KI-Tools für ältere Schülerinnen und Schüler. Es gibt Formate für Volksschule und Gymnasium, inklusive Begleitmaterial für Lehrkräfte. Interessierte Schulen und Bildungseinrichtungen erreichen uns unter info@idorin.at.
Dokumente & Templates
Welche Dokumente und Vorlagen erstellt Idorin?
Guidelines und Policies für KI-Nutzung, Cloud Computing und Open Source, interne Templates für Produktteams, Reviews und Onboarding sowie strukturierte Vorlagen, die mit Ihren Prozessen mitwachsen. Bestehende Dokumente passen wir bei Bedarf an neue Anforderungen an.
Was unterscheidet Idorin Templates von generischen Vorlagen aus dem Netz?
Sie sind auf Nutzung ausgelegt, nicht auf Vollständigkeit um ihrer selbst willen. Pragmatisch geschrieben, klar formatiert, anschlussfähig an Ihren Alltag – damit sie genutzt werden und nicht im Ordner verschwinden. Eine Vorlage, die niemand versteht oder anwendet, ist verschenkte Zeit.
Zusammenarbeit
Wie fängt eine Zusammenarbeit an?
Mit einem unverbindlichen Erstgespräch – die ersten 30 Minuten kosten Sie nichts. Darin klären wir, worum es geht, ob und wie wir helfen können und wie ein sinnvoller nächster Schritt aussieht. Schreiben Sie uns an info@idorin.at oder rufen Sie an.
Arbeitet Idorin remote oder vor Ort?
Beides. Vieles lässt sich effizient remote lösen; wo Präsenz einen Unterschied macht – etwa bei Workshops oder Kick-offs –, sind wir vor Ort. Was besser passt, richtet sich nach Aufgabe und Ihrem Team.
In welchen Sprachen arbeitet Idorin?
Deutsch und Englisch – Deliverables in der Sprache, die zum Kontext passt.
Mit welchen Unternehmen arbeitet Idorin?
Mit Tech-Startups, KMU und Produktteams, die digitale und KI-gestützte Produkte entwickeln oder einsetzen. Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen (B2B).
Was kostet das?
Je nach Umfang. Für klar abgrenzbare Aufgaben gibt es feste Paketpreise, für laufende Begleitung Retainer-Modelle. Den passenden Rahmen legen wir transparent im Erstgespräch fest – ohne Überraschungen.
Ihre Frage war nicht dabei? Schreiben Sie uns an info@idorin.at oder rufen Sie an – die ersten 30 Minuten sind kostenlos.